Die wohlfeile Moritat vom gar schröcklichen Fracking mit farbigen Illustrationen

Gedichtet von Christoph und gesungen nach der Melodie
"Auf de Schwäbsche Eisebahne"
und hier als PDF-Datei:

1.   Hört, ihr Leute, jung und alt,

      von kleiner und großer G'stalt,

      dick und dünn und Frau und Mann,

      hört uns eine Weile an!

 2.   In dem schönen Schwabenland*,

      das für Eisebahne bekannt**,

      Kässpätzle und guten Wei',

      plant/man 'ne große Schweinerei!

*oder je nach Bedarf: Badnerland
**die Chaos-Truppe von Stuttgart21 lässt grüssen!

3.   Unter Wald und unter Gras

      lagert hier ne Menge Gas,

      das beim Koche schwuppdiwupp

      macht uns warm die Nudelsupp.

 4.   Nur, das Gas, des isch gemein,

      s' ver/steckt sich tief im Schieferg'stein,

      fühlt sich dort ganz wie zu Haus,

      will auf Deufel komm net raus!

5.   Manche Leut des it gefallt,

      raushol'n wolln s'es mit Gewalt.

      Wenn von selbscht it kommt das Gas,

      helf mer nach, des isch kein Spaß!

 6.   Will ma dieses Gas einsacke,

      muss ma's Schieferg'stein halt knacke,

      krümele wie Knäckebrot,

      „Fracking“ nennt man die Method.

7.   Mensch, des isch e Mordsgeracker,

      e/Bohrturm stellt ma auf de Acker,

      buddelt fleißig immer tiefer,

      biss ma land't im G'stein aus Schiefer.

8. H2O in rauhe Menge

     kippt ma in des Loches Enge,

     Chemikalie kunterbunt,

     die sind oft it so gesund.

 9.  Bissle Sand noch hinterher,

      na, das wärs schon, bitte sehr!

      Unn dann drückt ma drauf met Macht,

      bis es unterirdisch kracht!

10. Jetzt wird’s dem Gas ungemütlich,

      weil man's stört so unermüdlich.

      Schieferg'stein hält nit mehr dicht,

      also kommt's ans Tageslicht.

11. Hei, des ging ja wunderbar,

      Erdgas isch zum Fracke da!

      Fröhlich sprudelt aus dem Löchle

      prima Gas zum Suppe köchle.

 12. Leider kommt's nit ganz alleine,

      denn der Überdruck hat seine

      Folgen: mit kommt d' ganze Brüh,

      die ma nei kippt hat met Müh!

 13. Wie soll man die nun entsorge?

      Weiß net! Mache mir's doch morge!

      Heut verkauf mir's Gas für Geld,

      was gibt’s Schön'res auf der Welt?

14. Auf dem Weg ans Tageslicht

      sinn d'/Leitunge nit immer dicht.

      Also denkt das Gas: „Jetzt schleich

      ich mich weg ins Erdenreich!“

15. Chemikalie hinterher,

      dene fällt das auch it schwer.

      G'meinsam geht es auf die Reis'

      durch die Erd, wohin, wer weiß?

16. Gelangt die Brüh ins Grundwasser

      hamma 'klitzeklein's Malheur:

      Kaffee, Tee und all das G'söff

      schmeckt dann nach BASöFF.

 17. Flamme aus emm Wasserhahn,

      hält ma 'brennend Streichholz dran.

      Willscht' entgehn dem Feuertod,

      gilt beim Spüle Rauchverbot!

18. Auch hat man es schon erlebt,

      dass beim Fracke d' Erde bebt,

      lustig wackelt manches Häusle,

      das stört unser Mittagspäusle!

19. Wie ma sieht, isch d' Frackerei

      doch net 's Gelbe von dem Ei.

      Auf dem Beipackzettel stehn

      manche Nebenwirkungen.

20. Drum, ihr Leut, sind mir gescheit:

      in/unserm Ländle weit und breit

      woll'n mir keine Bohrtürm sehn

      Sonntags beim Spazieregehn.

21. Uns're G'schicht isch nun am End,

      be/vor ihr alle weiterrennt,

      woll'n vor euch den Hut wir ziehn,

      dass/ihr uns euer Ohr geliehn!

Refrain

Hier ist der Phantasie keine Grenzen gesetzt:
statt: Trula, trula, trula, la...

Fracking, Fracking, Fracking-Dreck
der Fracking-Dreck, der muss hier weg!
Denn Wasser-, Wind- und Sonnenkraft
uns vielmehr Energie ranschafft!

Alle Fotos: A. Waibel



Sie möchten gern Kontakt mit uns aufnehmen?

BUND-Geschäftsstelle
Rossmarktgasse 4

88630 Pfullendorf

Tel. 07552/91091

Öffnungszeiten:
noch unklar,
demnächst mehr

 

 

Foto: BUND
Suche