BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Wasser ist das Lebensmittel Nr. 1

Fracking ist durch die Chemikalien in der Frac-Flüssigkeit und dem kontaminierten Flowback ein Risiko für Grundwasser und Oberflächengewässer. Alle Chemikalien, die in die Erde gepresst werden oder aus dem tiefen Gestein hoch gepumpt werden, enthalten toxische und schädliche Stoffe. Werden diese wie in Niedersachsen üblich, in alten Bohrlöchern "entsorgt", steigt das Risiko für Vergiftungen des Trinkwassers weiter an.

Bodensee liefert Trinkwasser für mehr als 5 Millionen Menschen

Allein in Baden-Württemberg trinken über 4 Millionen Menschen das Bodenseewasser, wie die Karte der Bodensee-Wasserversorgung BWV zeigt. Die BWV spricht sich in dieser Pressemitteilung für ein Verbot von Fracking aus. Aber auch in Bayern und in der Schweiz wird Wasser aus dem Bodensee getrunken.

Die Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee Rhein AWBR mit ihren über 70 Wasserversorgungsunternehmen lehnt Fracking ab, da ein hohes Umweltrisiko besteht, besonders für das Wasser. Homepage-Aktuell vom 17.8.2012 siehe.

Im Bodensee ist das Wasser rein, drum lasst das blöde Fracking sein!

Landeswasserversorgung LW liefert Trinkwasser für 3 Menschen

Viele Bäche und Flüsse in der Region Oberschwaben münden in die Donau, z. B. über Ostrach, Risss, Iller. Wenn durch Fracking-Massnahmen Umweltgift in das Oberflächen- und Grundwasser gelangen, können die Chemikalien über die Donau nach Bayern und ab die Post nach Österreich, Ungarn und den ganzen Balkan gelangen. Aber auch die Wasserwerke der Landeswasserversorgung LW sind betroffen, denn in Langenau bei Ulm wird Wasser für mehrere Millionen Menschen für Stuttgart und weitere 250 Städten und Gemeinden östlich davon gewonnen, siehe Link.

In Ulm und um Ulm und um Ulm herum!

Wasser ist ein Menschenrecht - Petitionen gegen die Privatisierung

Auf dieser Homepage sind viele Informationen zur Europäischen Bürgerinitiative EBI "Wasser ist ein Menschenrecht". EBI ist seit April 2012 eine neue Möglichkeit auf demokratischem Wege mittels Unterschriften die Bevölkerung zu beteiligen. Mit der Kampagne "Wasser ist ein Menschenrecht" sollen die Absichten der Privatisierung des Wassers innerhalb der Europäischen Kommission verhindert werden. Alle BürgerInnen der EU können bis 1.September 2013 unterschreiben, online oder mit dem Papierformular. Dieser Artikel der VDI-Nachrichten (Verein Deutscher Ingenieure e.V.) liefert aktuelle Informationen.
Der Monitor-Bericht vom 13.12.2012 liefert Hintergrundinformationen und die negativen Erfahrungen, wenn das Trinkwasser privatisiert wird.

Europäische Wasserrahmenrichtlinien

Die Europäischen Wasserrahmenrichtlinien WRRL sind seit 22.12.2000 die Basis für den Schutz aller Arten von Wasser. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BMU zitiert dazu: "Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss ... es ist erforderlich, eine integrierte Wasserpolitik in der Gemeinschaft zu entwickeln." Hier ist das Dokument zur Umsetzung der WRRL in der BRD. 

Gewässerschutzpolitik der BRD

Die Gewässerschutzpolitik der BRD wird über diesen Link kurz dargestellt mit den Prinzipien:

Quelle: http://pfullendorf.bund.net/themen_und_projekte/fracking/unser_trinkwasser_ist_in_gefahr/