DUH-Sammlung 2016 "Zäune retten Kröten"

Foto: privat

Unter dem Motto "Zäune retten Kröten" waren auch in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler des Staufergymnasiums zur Haus- und Straßensammlung der Deutschen Umwelthilfe unterwegs. Dank ihrer Unterstützung und mit Hilfe der Schulleitung konnte auch in diesem Jahr die Sammlung, organisiert vom BUND Pfullendorf, wieder stattfinden. Die Schüler/innen waren vom 15.04. - 24.04.2016 unterwegs. Bei der Sammlung gehen 60% des eingenommenen Gesamtspendenbetrages an den BUND Pfullendorf, mit den restlichen 40 % fördert die Deutsche Umwelthilfe Naturschutzprojekte in Baden-Württemberg. Der BUND wird mit dieser Spende Krötenzäune anschaffen, weil: Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen erwachen, Kröten, Molche und Frösche aus der Winterstarre und sie machen sich auf die Wanderschaft. Sie suchen das Gewässer, in dem sie selbst geboren wurden. Dort wollen sie ihre Eier ablegen.

Kröten gehören zu den sogenannten ortsgebundenen Amphibien. Das heißt, dass die Weibchen zum Laichen den Ort aufsuchen, an dem sie selbst das Licht der Welt erblickt haben. Dieses Verhalten ist tief im Gehirn der Tiere verankert, sie machen sich ganz automatisch auf den Weg, sobald die Temperaturen im Frühjahr milder werden. Um den Winter zu überleben und den zum Teil eisigen Temperaturen zu trotzen, wandern die Kröten im Herbst in die Wälder, graben sich in Erdlöcher ein oder verbringen den Winter in einer Höhle. Sobald die Temperaturen wieder im milderen Bereich liegen, ab etwa 5 Grad Celsius, graben sich die Kröten aus und machen sich auf den Weg zu ihrem Laichplatz. Dieser kann in manchen Fällen einige Kilometer entfernt sein. Sollte ein Geburtsgewässer z.B. durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten die Beseitigung von Laichgewässern oder die Verbauung von Bach- und Flussufern nicht mehr vorhanden sein, suchen sich die Kröten ein neues Gewässer zum Laichen.

Huckepack zum Laichplatz - Die Weibchen machen die Arbeit Die Geschwindigkeit der wandernden Kröten beträgt rund 600 Meter pro Tag, wobei die Tiere vor allem nachts unterwegs sind. Insgesamt legen die Weibchen bei ihrer Wanderung eine Strecke von bis zu fünf Kilometern zurück. Die zierlicheren männlichen Kröten lassen sich dabei meist huckepack von den Weibchen tragen – manchmal schleppt eine Krötendame sogar mehrere Männchen.

Zäune retten Kröten
Doch die Wanderung ist gefährlich. Oft müssen die Kröten Straßen überqueren, um überhaupt zum Laichplatz zu kommen. Damit sie dabei nicht unter die Räder kommen, müssen Zäune aufgebaut werden, um den Kröten über die Straße zu helfen. Die Tiere fallen beim Versuch, ein Schlupfloch im Zaun zu finden, in einen eingegrabenen Eimer. Helfer kümmern sich mehrmals täglich um die Kröten und bringen sie sicher auf die andere Straßenseite.



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